Mit vielen Bestleistungen zu Titeln und Medaillen

Leichtathleten aus Nauen und Falkensee bei U14, U16 und U20 Meisterschaften erfolgreich.

Am letzten Wochenende zog es die Brandenburger und Berliner Leichtathletikelite der U14, U16 und U20 nach Cottbus und dort ihre Meister in den Freiluftdisziplinen zu ermitteln. Alle Im Havelland erkämpften Titel gingen an die an die Sportler aus Nauen.

Laura-Marie Roggisch W12 gewann diesmal Silber mit 1,46 m im Hochsprung. Erstmals seit zwei Jahren musste sie ihren Titel an ihre Konkurrentin von der LG Prignitz abgeben. Marieke Müller, ebenfalls W12, die zwar jeweils Vierte im Diskuswerfen und Kugelstoßen wurde, verbesserte sich jedoch in dieses Disziplinen deutlich. 21,28 m schleuderte sie den Diskus und stieß die Kugel auf 8,32 m.

Nachwuchstalent Jan Ole Zeine M13 holt die Goldmedaille im Diskuswerfen mit eine persönlichen Bestleistung von 33,91 m. Damit hatte er über zwei Meter Vorsprung vor den Zweitplatzierten Julius Hack aus Hohen Neuendorf. Im Kugelstoßen verbesserte er sich zwar auf 12,22 m, welches aber „Nur“ zum vierten Platz reichte. Eine Bronzemedaille ging am Sonntag noch an Judith Schöniger für ihre Leistung von 26,90 m im Diskuswerfen. Mit 10,95 m wurde sie Vierte im Kugelstoßen.

Fleißigster Medaillensammler und damit erfolgreichster Nauener War Constantin Rust M15 mit zweimal Gold im Speer- und Diskuswerfen und einmal Bronze im Kugelstoßen. Mit einer Weite von 48,36 m im Speerwerfen setzt er auch für sich ein Achtungszeichen, denn er steigerte seine Bestmarke gleich um drei Meter. Er kam am Samstag damit auch am besten mit den Windverhältnissen zurecht, denn Speerwerfer mögen keinen Rückenwind. Für das Diskuswerfen waren die Windverhältnisse dann jedoch am Folgetag ideal, denn der Ring befand sich gegenüber der Speerwurfanlage. So legte Constantin seinen Diskus im letzten Versuch so geschickt gegen den Wind, dass er um 13 cm die 44 m-Marke übertraf. Das war der Landesmeistertitel Nummer zwei mit neuer Bestleistung. Im Kugelstoßen erreicht er noch mit 12,44 m den Bronzeplatz.

Das Wochenende war aber auch das für die schnellen Sprinterjungen aus Nauen. Nachdem sie in der Woche zuvor in Brandenburg schon Höchstleistungen auf internationalem Niveau bringen durften, mussten sie heute noch mal auf Landesebene ran. Sowohl die 100 m als auch die 300 m versprachen interessante Rennen, denn in Mellensee tauchte ein junger Sprinter auf, der sich anschickte Titelverteidiger Markus Birkner Konkurrenz zu machen. Falk Seide forderte über die 300 m im ersten Zeitlauf mit einer Zeit von 37,46 Sek. heraus. Im dritten Lauf gab Markus dann die entsprechende Antwort, und zeigte mit 37,30 Sek., dass er der Langsprinter Brandenburgs ist, obwohl er sich durch die harten Wochen zuvor nicht im vollen Beitz seiner Kräfte befand.

Tags darauf, am Sonntag, kam es zum Showdown der brandenburger Sprinttalente. Dazu zählten Tim Witzke aus Senftenberg, Markus Birkner, Fritz Warnke (beide da Vinci Nauen) und Newcomer Falk Seide. Bereits die Vorläufe, die gemeinsam mit den Berlinern ausgetragen wurden, waren an Spannung kaum zu überbieten. Alle vier Favoriten schafften es mühelos ins Finale, wobei Fritz völlig aus dem Häuschen war, dass er mit 11,91 sek die 12er-Marke geknackt hatte. Markus, der im Vorlauf nach grandiosem Start Probleme ab der 60 m Marke bekam, wurde von seinem Trainer Olaf Kosater mental noch einmal auf das Finale eingestellt. Mit Fritz wurden noch mal Techniken durchgegangen, um vielleicht doch noch ein Wunder zu vollbringen. Das Brandenburger Finale gewann schließlich der Mellenseer Falk Seide in sensationellen 11,48 sek. Doch in diesem Sog flog Markus mit einer deutlichen Leistungssteigerung auf den Silberrang, worüber er sich sehr freute. Fritz konnte es am Ende kaum fassen, er wurde Vierter und unterbot mit einer nochmaligen Leistungssteigerung auf 11,79 sek. die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften der U16 in Köln, etwas wovon er ein Jahr zuvor, als er zu den Leichtathleten des SV LdV Nauen kam, nicht zu träumen gewagt hätte.